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Innere Wärme

Seit ich barfuß unterwegs bin, schaue ich immer etwas neidisch auf die Tiere, die das ganze Jahr ohne Schuhe unterwegs sind. Mir ist das in der kalten Jahreszeit noch nicht gelungen, ohne dass ich Angst um meine Füße hatte.

Wie ich in diesem Blog schon in mehreren Beiträgen geschrieben habe, finde ich das bei Kälte immer mehr schwindende Gefühl beängstigend, denn ich hatte immer den Eindruck, dass die äußeren Strukturen durch die Kälte zerstört werden könnten, wenn erst der Fuß komplett taub geworden ist.

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Frankfurt 195

Gestern war Marathon-Tag in Frankfurt.

Im Frühjahr hatte ich hier schon mal beschrieben, welche drei Laufprojekte für 2016 ich mir vorgenommen hatte, und der Marathon war eines von ihnen.

Nicht einfach nur die 42,195 km abspulen, sondern barfuß laufen. Nicht so wie vor zwei Jahren in knapp 4 Stunden, sondern flott in 3:15 Std, daher der Projektname Frankfurt 195 (Minuten).

Die Vorbereitung war von allem möglichen geprägt, nur nicht von einem systematischen Marathon-Training. Ein paar lange Läufe waren dabei, auch einige Unterbrechungen, aber vor allem die letzten Wochen mit Hund haben meine Lauferei doch stark verändert: noch mehr Spaß und Spiel, aber wenig System. Von Trainingsplan keine Rede! Klappt so was trotzdem?

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emily

Emily

Laufen mal anders – oder: wir haben wieder einen Hund.

Fast ein Jahr ist es her, dass uns Fredy Sonnenschein verlassen hat. Ausgerechnet am Tag des Frankfurt Marathon 2015 hat er uns in einem für Hunde recht hohen Alter verlassen, nachdem er nur ein Jahr bei uns war. Wir waren so traurig, dass wir nicht überstürzt einen Nachfolger suchten. Jetzt – nach fast einem Jahr – gibt es den Nachfolger…

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LSD = Langsam Schlamm Dunkelheit

Wer am Ende des Monats beim Marathon in Frankfurt startet, ist gut beraten, ein paar lange Strecken in sein Vorbereitungstraining einzubauen.

Abweichend vom Sprachgebrauch in der Drogenszene bezeichnen wir Läufer lange, langsam gelaufene Strecken als LSD (Long Slow Distance). Mein heutiges Erlebnis bringt mich jedoch dazu, unter LSD noch was anderes zu verstehen, nämlich langsam (wegen) Schlamm (in der) Dunkelheit.

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analoge_macht

Analoge Macht

Wir bauen die neue Welt. Aus digitalen Bausteinen. Weil wir uns seit Gutenberg auf schriftliche Informatiosübertragung spezialisiert haben, brauchen wir Augen = Kameras. Für die Information, was mit uns los ist, haben wir weitere Sensoren (Puls, Blutdruck, Lage, Atmung etc.). Eigentlich alles, was wir selbst auch schon mit unseren Sinnen wahrnehmen können, nur eben digital. Und damit technisch übertragbar und von Dritten verarbeitbar. Ob die Dritten nun Smartphone heißen oder NSA, ist völlig egal. Alles, was verarbeitet werden kann, wird verarbeitet. Wir müssen nur noch auf die Empfehlungen der Dritten warten. Für die Pulsuhr-Fans heißt das: „Mach langsam!“ oder „Gut gemacht, du läufst in deiner OwnZone“. Träger von Fitness Tracker-Armbändchen lassen sich morgens berichten, wie sie in der Nacht geschlafen haben. Alle Nutzer dieser Informationen aber teilen ein Schicksal: sie überlassen die Beurteilung ihres Zustands einem Dritten.

In diesem Beitrag werbe ich dafür, eine digitale Pause einzulegen und die analoge Macht wiederzuentdecken. Keine Angst, meine Botschaft lautet nicht: „zurück auf die Bäume“, sondern: „baue zwanglos auf das beste System!“. Natürlich am Beispiel Laufsport.

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Die digitale Falle

Sind die andern so bekloppt oder bin ich es?

Diese Frage habe ich mir in den letzten Jahren öfter gestellt. Eigentlich fast immer, wenn ich Leute sehe, die alle paar Sekunden auf ihr Smartphone schauen. Oder den Blick gar nicht mehr woanders hin richten. Ist das der viel gepriesene Mensch 2.0 mit dem verbundenen Kollektiv-Hirn oder sind das lauter Süchtige, die mir das Wissen voraus haben, was eigentlich an diesem seltsamen Ritual so genial ist, dass man dafür alles andere opfern würde?

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eulenspiegel

Fröhlich

Aus Vinyl waren sie, die Schallplatten meiner Kinderzeit. Neben den Karl May Geschichten und vielen Märchen gab es auch eine Till Eulenspiegel-Platte. Die liebte ich am meisten, weil der witzige und freche Till immer so gute Ideen hatte. Gleich zu Beginn der ersten Geschichte fragt ihn sein Onkel, warum er so fröhlich pfeifend den Berg hinauf geht, wo dies doch offensichtlich so anstrengend sei. Till antwortet mit entwaffnender Logik: „Ich freue mich, weil es nach dem Anstieg doch wieder bergab geht!“.

Sind Miesepeter unter uns? Dann höre ich sie schon argumentieren „Bei dieser Logik müsste Till doch traurig sein, wenn es bergab geht, weil es schon bald wieder anstrengend bergauf geht.“ Schlüssig. Aber was nutzt das, wenn man ein schlüssiger Miesepeter ist? Dann schon lieber ein fröhlicher Ab-und-Zu-Unlogiker a la Till. Er hat die besseren Argumente auf seiner Seite, und die heißen Lebensfreude, Lebensfreude und Lebensfreude. Oder hat jemand befohlen, dass etwas Anstrengendes nicht auch Spaß machen kann?

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28.07.2011

Jubiläum: die ersten fünf Jahre!

Gestern vor 5 Jahren habe ich meinen ersten Lauf ohne Schuhe gemacht.

Auch damals schrieb ich schon übers Laufen, hatte auch schon einige Experimente mit immer weniger Schuh am Fuß hinter mir und landete dann – am 28.07.2011 – am definitiven Endpunkt der Schuh-Reduktion.

Heute habe ich mich an diesen denkwürdigen Lauf erinnert. Beim Lesen meines damaligen Beitrags fiel mir nicht nur mein Lauf wieder ein, sondern auch meine damalige Erinnerung an ein Erlebnis, das noch 30 Jahre länger zurückliegt…

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12_23

12,23 € gespart

„Mama, hat der kein Geld für Schuhe?“

Eine Kinder-Frage. Sicher hatte das Kind schon mal einen Fernsehbericht über arme Menschen gesehen, die barfuß und in zerlumpten Klamotten umherliefen. Jetzt sah es mich barfuß an sich vorbeilaufen und übertrug seine TV-Erkenntnisse auf mich.

Gar nicht so dumm, dachte ich.  Vielleicht will ich ja gar kein Geld für Schuhe haben…
Mal ausrechnen, was ich so spare beim Ohne-Schuhe-Laufen!

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