Archiv für den Monat: November 2014

Trügt mein Gefühl?

Ich fühle mich wohl beim Laufen. Ich genieße jeden Schritt. Ich lasse mich von den Rückmeldungen der Fußsohlen, Muskeln und Gelenke gerne überströmen, so dass kaum noch Platz bleibt für Gedanken, die mich aus dem Hier und Jetzt in das gewohnheitsmäßige Dauergeplapper des Gehirns entführen.

Alles toll! Aber was, wenn mir mein Gefühl etwas objektiv Falsches vorgaukelt? Mir suggeriert, dass ich einen guten Laufstil habe, aber in Wirklichkeit bin ich unterwegs wie ein Pinguin im Tequila-Koma?

Da wird es doch Zeit, meine Empfindungen zu objektivieren und ein drittes Auge einzusetzen. Das Auge der Kamera. Es schaute ganz genau hin, als ich mich vor ein paar Tagen aufs Laufband begab. Und es zeigte mir – auch in Zeitlupe – was dem menschlichen Auge sonst verborgen bleibt.

Trügt mein Gefühl? weiterlesen

nang belba!

Schon als kleines Kind konnte ich es nicht ausstehen, etwas nicht selbst zu können.
Ob es das Laufen war oder das Füttern der Enten, immer wollte ich auch können, was ich bei anderen gesehen hatte.

laufenNicht  immer entsprach das Ergebnis meinen Erwartungen, vieles konnten meine Eltern einfach noch sehr lange besser.

entenbrot_essenAm wichtigsten war mir immer ein kleines Erfolgserlebnis am Beginn meiner Bemühungen als Beweis der grundsätzlichen Machbarkeit. Der Rest durfte sich dann entwickeln.

Das Selberkönnenwollen hab ich auch gerne kommuniziert: als ich sprechen lernte, habe ich ziemlich oft „nang belba!“ gerufen, was nichts anderes heißt als „Wolfgang selber!“ oder einfach: „Lasst mich das selbst machen, ich traue es mir schon zu!“.

nang belba! weiterlesen