Archiv für den Monat: Juni 2015

Lieber Franziskus!

Wer hätte gedacht, dass ich in meinem Laufblog mal was zu einer katholischen Enzyklika schreiben werde? Vor allem, weil ich mich schon lange anderen Weltsichten näher fühle als dem Christentum. Dem ZEN-Buddhismus zum Beispiel oder der Sicht vieler indigener Völker auf die Natur. Mit einer auf dem Leiden eines einzelnen basierenden Religion, die ihre Anhänger auffordert, sich die Erde untertan zu machen, hatte ich nicht mehr viel am Hut.

Jetzt hast du als Häuptling aller Katholiken ein Programm für deine Anhänger, aber bewusst auch für alle anderen Menschen verfasst, das inhaltlich und von seinem Appell-Charakter her so nah an meinem Denken ist, dass ich alle Leser meines Blogs ebenso herzlich wie dringend auffordere, dieses Programm zu lesen und den Empfehlungen für eine Planet-Erde-kompatible Lebensweise zu folgen.

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Der Aufstand

Im gleichnamigen *) Star Trek Kinofilm (der 9.) rettet die Crew der Enterprise das Volk der Ba’ku, das auf einem weitab gelegenen Planeten zurückgezogen und unter freiwilligem Verzicht der Nutzung von Elektrizität und Computertechnik lebt. Ein kurzer Auszug aus Gesprächen des Enterprise-Captains Picard mit den Ba’ku Anij (weiblich) und Sojef (männlich) verdeutlicht deren Lebenseinstellung:

Anij: Ich denke, es fällt dem Captain schwer zu glauben, dass wir die Fähigkeit haben,  ein Positronengerät zu reparieren.
Sojef: Unsere technologischen Fähigkeiten sind nicht sichtbar,  da wir uns entschieden haben,  sie im täglichen Leben nicht einzusetzen. Wir glauben,  wenn man die Arbeit des Menschen einer Maschine überlässt,  dann wird ihm damit etwas weggenommen.
Anij: Aber früher erforschten wir die Galaxien genau wie Sie.
Picard: Ihnen steht  der Warp-Antrieb zur Verfügung ?
Anij: Wenn wir wollen: ja. Aber wohin würde er uns bringen? Doch nur weg von hier.

…und später:
Anij: Uns war immer klar,  dass wir isoliert bleiben müssen, um zu überleben. Das war nicht leicht. Viele junge Leute wollen mehr von andern Welten wissen. Ihnen gefallen Geschichten von einem aufregenden Lebensstil.
Picard: Die meisten in meinem Volk, die ein so schnelles Leben führen, würden ihre Seelen verkaufen, um es verlangsamen zu können.
Anij: Sie nicht?
Picard: Von Zeit zu Zeit…

*) Der Film heißt deshalb „Der Aufstand“, weil die Crew der Enterprise die Ba’ku gegen ausdrückliche Weisung der Föderation rettet und damit zu Aufständischen wird.

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Aufgabenverteilung

Schon die kleinsten Lebewesen organisieren ihre Aufgaben arbeitsteilig. Ein Einzeller erledigt die Fortbewegung mit anderen Strukturen als die Verdauung. Je größer und komplexer ein Organismus wird, umso wichtiger ist eine gut aufeinander abgestimmte Verteilung der Aufgaben. Das trifft insbesondere auf Organismen zu, die komplexe mechanische Aufgaben mittels Muskel-bewegter Gliedmaßen erledigen. Die mögliche Varianz der Umsetzung ist oft erheblich:

  • Ich schreibe mit zwei Fingern am Rechner, andere setzen alle 10 ein.
  • Manche Menschen können auf Händen laufen, ich nehme dafür die Füße.

Schaut man sich eine Reihe von Läufern an, merkt man erst, wie sehr die Aufgabenverteilung bei der Laufbewegung von Mensch zu Mensch variiert. Manche laufen nur „aus den Beinen raus“, andere schwingen die Arme in höchst unterschiedlicher Weise. Jeder läuft anders, und die optimale Laufbewegung ist etwas sehr subjektives. Dennoch sollte man sich mal ansehen, wie eine grobe (und gerechte) Aufgabenverteilung aussehen sollte.

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