Barfuß-Laufschule

Einführung

High HeelsUnsere zivilisierten Füße sind es nicht mehr gewohnt, unseren Körper ohne schützende Hülle über Stock und Stein zu tragen. Wir stecken sie von klein auf in Schuhe, die ihre Beweglichkeit und damit ihre Entwicklung behindern. Die Gründe hierfür – Mode und Schutz vor Verletzungen und Kälte – sind zwar nachvollziehbar, aber wir zahlen einen hohen Preis dafür, dass wir die Füße vor den Menschen-gemachten, unnatürlichen und oft auch gefährlichen Umgebungen schützen oder sie zu Projektionsflächen für Farb- und Formspiele unseres schnell ändernden Geschmacks machen.

Hautkrankheiten, Deformationen der Knochen und mitunter erhebliche Haltungsschäden sind die üblichen Probleme, mit denen sich viele Menschen im Laufe ihres Lebens herumplagen müssen.

Zielgruppe

Dieses Tutorial richtet sich an alle, die zu einem starken, unempfindlichen und zu erstaunlichen Leistungen fähigen Fuß zurückkehren möchten, ohne die Untiefen dieses lohnenswertes Wegs selbst ausloten zu müssen. An geeigneten Stellen werden Hinweise gegeben, worauf man achten und was man nicht zu schnell angehen sollte, um den Weg des Barfuß-Läufers ungefährdet gehen zu können.

Kapitelstruktur

Was werden wir erreichen? Im ersten Teil (Was werden wir erreichen?) betrachte ich das Ziel „Robuste Füße“ von mehreren Seiten. Ich möchte damit im Kopf der Leser eine Vorstellung schaffen, wohin der Weg führt, wenn man ihn geduldig und konsequent beschreitet.
Wie trainieren wir unsere Füße?

Der zweite Teil (Wie trainieren wir unsere Füße?) handelt von den Übungen, die alle Aspekte der Entwicklung von einem schwachen Fuß zu einem starken berücksichtigen.

Die meisten Übungen erfolgen während des Laufens, aber einige sind auch einfach zu Hause möglich.

Wie müssen wir unser Umfeld berücksichtigen? Im dritten Teil (Wie müssen wir unser Umfeld berücksichtigen?) betrachte ich das Umfeld, in dem wir unterwegs sind und von dem wir Rückmeldungen bekommen. Wegen der erheblichen Auswirkungen unserer Umgebung auf unser Verhalten sollte man immer wissen, was bei einer solch bemerkenswerten Umstellung zu erwarten ist.
Freiheit für die Füße: was bringt das dem Geist? Teil vier (Freiheit für die Füße: was bringt das dem Geist?) ist für alle gedacht, die den Weg des Barfuß-Läufers weiter gehen wollen. Die Freiheit der Bewegung unserer unteren Extremitäten kann zu einer veränderten Lebenshaltung führen, deren mögliche Erkenntnisse und Prinzipien ich hier beleuchte.
Was gibt es noch zum Thema Barfuß-Laufen? Der abschließende fünfte Teil (Was gibt es noch zum Thema Barfuß-Laufen?) verweist auf weiterführende Informationen. Darunter sind interessante Adressen im Web wie auch Beiträge in diesem Blog.

Abgrenzung: dies ist kein Trainingsplan

Dieses Tutorial vermittelt nicht die Grundlagen eines Wettkampf-spezifischen Trainings (Stoffwechsel-Anpassung, Periodisierung etc.) und eignet sich daher auch nicht als Trainingsplan zur Vorbereitung bestimmter sportlicher Leistungen. Es kann aber als spezifisches Techniktraining die Effizienz, mit der wir laufen, verbessern helfen.

Randmarkierungen

Zum schnelleren Aufnehmen des Textes habe ich ab und zu ein paar Markierungen am Rand hinzugefügt. Hier sind ihre Bedeutungen:

birneErkenntnis

Hinweis auf potenzielle Aha-Effekte. Manchmal auf logischen Schlussfolgerungen beruhend, oft aber aus der sinnvollen Verwendung der Körperteile resultierend.

esoEsoterik

Wo dieses Zeichen erscheint, verlasse ich den Bereich des gesicherten Wissens und betrete Themenfelder, die Gegenstand individueller Überzeugung oder Objekt des Glaubens sind.

TestExperiment

„Probieren geht über Studieren“ sagt man gerne. Dahinter steht die Erfahrung, dass Erlebtes besser abgespeichert wird als nur Gelesenes. Wo dieses Symbol erscheint, probieren wir was aus.

gefahrGefahr

Hier sind Verletzungen möglich, wenn man unachtsam ist. Zwar ist Achtsamkeit – vor allem am Anfang des Weges, wenn die Strukturen noch schwach sind – keine Garantie gegen Verletzungen, aber eine gut trainierte Achtsamkeit ist die wichtigste Voraussetzung für die Verletzungsprävention.

trainingTraining

Das Zeichen steht für eine Übung, die das textlich vermittelte körperlich erleben lässt und uns damit ein Stück weiter auf dem Weg des Barfuß-Läufers bringt.

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