Pflege der Füße

Je mehr die Füße entsprechend ihrer von der Natur vorgesehenen Fuktionen benutzt werden, umso weniger muss man sich um die Korrektur Zivilisations-bedingter Negativ-Effekte kümmern. Wer viel oder ausschließlich barfuß läuft und dies auch auf rauhem Terrain, wird keinen Bimsstein zur Entfernung von Hornhaut brauchen, zumindest nicht an den Stellen, an denen der nackte Fuß Bodenkontakt hat. Ebenso wird der Barfuß-Läufer keine Probleme mit Fußpilz haben, weil er erst gar nicht jenes feucht-warme Klima entstehen lässt, in dem solche Erkrankungen gedeihen können.

Trotzdem sollte man seine Füße nicht vernachlässigen, denn sie sind – insbesondere im zivilisierten Umfeld – einigen Gefahren ausgesetzt:

  • Trockenheit: wer stundenlang auf warmem, trockenen Asphalt unterwegs ist, bekommt wegen des saugenden Untergrunds ganz trockene Füße. Wenn man dann nicht ab und an mal auf eine Wiese ausweichen kann, spürt man das schon deutlich. Zwar produzieren die Fußsohlen mit ihren ca. 600 Schweißdrüsen pro cm2 ordentlich Feuchtigkeit (siehe mein Beitrag zum Thema Schwitzen), aber mit jedem Bodenkontakt wird diese gleich wieder abgetupft.
  • Mechanische Reizungen: die vielen kleinen Partikel, auf die wir mit nackten Füßen treten, können zu kleinen Verletzungen der obersten Hautschicht führen. Dies umso mehr, je härter der Untergrund ist. Ein kleines Steinchen mit scharfer Kante wirkt auf einem glasharten Klinkerboden (meine Stadt hat jetzt einige Bürgersteige mit solch hart gebrannten Ziegelsteinen aufgehübscht) viel heftiger auf die Sohle ein als auf einer nachgebenden Wiese.
  • Chemische Einwirkungen: diese gibt es, auch wenn wir nicht durch eine Chemiefabrik joggen. Man denke nur an Streusalz (bleibt im Winter oft liegen, auch wenn dann durch Sonneneinstrahlung die Wege auch für noch nicht frostfeste Barfüßler belaufbar werden). In den wärmeren Jahreszeiten finden wir auf Feldwegen häufig Reste von Dünge- und Unkrautvernichtungsmitteln, die schädliches Salz und noch ganz andere üble Substanzen beinhalten.

Wichtig ist also, dafür zu sorgen, dass die oberste Hautschicht robust und intakt ist. Sollte man noch am Anfang der Barfüßler-Karriere stehen, kann ein vorsichtiges mechanisches Entfernen der Hornhaut helfen, diese Brutstätte für Krankheiten zu reduzieren. Wer es nicht so eilig hat, wartet einfach, bis sie durch natürlichen Abrieb von alleine verschwunden ist.

stepsSaugender Boden trocknet die Füße aus

Gegen die Trockenheit kann eine milde fettende Creme helfen, die man auch zur Handpflege benutzt. Natürlich nur Bio, tierversuchsfrei und ohne Plastik- oder Nanopartikel! Wenn die Füße nach einem langen Asphalt-Lauf sehr trocken sind, tragen wir die Creme gleich nach dem Duschen auf, ansonsten unmittelbar vor dem Schlafengehen, dann kann sie einziehen, ohne gleich wieder abgelaufen zu werden.

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