Was beachten wir bei unseren Trainingseinheiten?

Langsam beginnen

Wer schwimmen lernt, beginnt nicht gleich im tiefen 50 Meter Becken, sondern dort, wo er noch oder notfalls schnell wieder stehen kann. Genau so sollten wir es beim Erlernen des Barfuß-Laufens halten: langsam beginnen, mit kurzen Strecken und langen Pausen zwischen den Trainingseinheiten. Nur so garantieren wir den Fortschritt in den Fähigkeiten und das Wachstum in den Strukturen. Ein zu hastiges Beginnen führt meist schnell zu Überlastung der noch schwachen Strukturen und dann zu Frustration und Ausstieg.

Terrain bewusst auswählen

Wer nicht ausschließlich auf Asphalt laufen muss, weil er aus einer Park-losen Großstadt einfach nicht rauskommt, hat eine Vielzahl möglicher Untergründe: Wiesen, Feld. und Waldwege, glatten und rauhen Asphalt, und vielleicht sogar unterschiedliche Neigungen und Steigungen. Der kluge Barfuß-Anfänger beginnt auf weichem oder ganz ebenem Boden und freut sich über rasche Fortschritte.

gefahrVorsicht ist bei vermeintlich Fuß-schonenden Untergründen wie Wiesen geboten: viele Wiesen sind nicht nur uneben, sondern auch von harten Wurzeln durchsetzt, die dem untrainierten Fuß ziemlich zusetzen können. Außerdem können sich im Gras auch scharfkantige Objekte befinden, die man erst bemerkt, wenn man bereits auf sie getreten ist.

Immer den Rückweg in greifbarer Nähe halten (oder Schuhe mitführen)

birneEs ist ziemlich schlau, sich einen oder mehrere Rundkurse als Laufstrecke zuzulegen, bei denen es Abkürzungen nach Hause gibt. Auf diese Weise kann man auch mal mehrere Runden laufen, ohne im Verletzungsfall (z.B.: eine Reibestelle, die gerne eine Blase werden möchte) gezwungen zu sein, die Runde zu Ende laufen zu müssen. Wer das Risiko minimieren möchte, kann auch leichte Laufschuhe mitnehmen (besser als das Laufen mit Gewichten), die er dann, wenn die ersten Anzeichen von Überlastungen auftreten, anzieht.

Das kleine Notfallpaket mitnehmen

Ich habe es schon erlebt: man muss eine kurze Strecke über einen mit Glassplittern übersäten Boden laufen. Trotz gespannter Fußmuskulatur und weichem Fußaufsatz sticht man sich einen kleinen Splitter in den Fuß. Wenn dies an einer sonst wenig belasteten Stelle (hinterer Teil der Ferse) geschieht, kann es passieren, dass man den Splitter erst Minuten später als leichtes Stechen wahrnimmt, insbesondere wenn er sehr klein ist. Dumm, wenn der Splitter sich dann bei den nächsten Impacts immer weiter in den Fuß reinarbeitet. Klar ist daher: das Ding muss raus, damit wir unbeschwert weiterlaufen können.

Für solche und ähnliche Fälle hilft das kleine Notfallpaket, bestehend aus einer kleinen, spitzen, aber kräftigen Pinzette und einer kleinen Lupe. Wer gute Augen hat, kann die Lupe auch weglassen, aber die Pinzette kann uns den Lauf retten, weil sie den kleinen Splitter fester packen und rausziehen kann als unsere bloßen Finger. Nimmt man jeweils die kleinsten Varianten der beiden Werkzeuge, passen diese bequem in die Gesäßtasche der Laufhose.

Wir ergänzen das Notfallpaket bei langen Läufen noch um einen 10,- € Schein, damit wir, falls aus irgendeinem Grund mal ein größeres Problem auftritt, mit den Öffis heimfahren können, ohne schwarzfahren zu müssen.

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