Ein schöner Tag

Heute ist ein schöner Tag! Das Licht am Morgen lockt mich. Laufklamotten an und raus! Schuhe natürlich nicht, es soll schon die volle Dröhnung sein, das ganze Gefühl!

Der Boden ist noch kalt. Das fühlt sich nicht mal unangenehm an. Die ersten 10 Minuten sind immer sehr intensiv, dann haben die über Nacht feinfühlig gewordenen Nerven einen Teil ihrer Botenstoffe verfeuert (das ist meine Interpretation dieser lustigen Gewöhnung) und die Sohlen fühlen sich schon mehr an wie die der Sole Runner Schuhe.

Ab jetzt darf auch mal zwischendurch gesprintet werden, gerade so wie es Spaß macht. Im Straßenbereich, um die grüne Fußgänger-Ampel noch zu erwischen oder im Wald, wenn vor der Engstelle da vorne noch eine Läufergruppe überholt werden muss.

Die unbedingte Freiheit, die das Laufen ohne Schuhe meinen Füßen gibt, überträgt sich schnell auf meine Stimmung und macht mich übermütig. Je schneller ich laufe, umso weniger scheinen die Unebenheiten des Bodens in die Sohlen zu drücken, so als würde sich die Federkraft der Füße mit steigender Belastung vergrößern.

Irgendwann stehe ich wieder vor dem Haus und mein Lauf ist beendet. Die Freiheit der letzten Stunde wird sich wie ein wärmendes Licht auf die kommenden Stunden legen. Heute ist ein schöner Tag!

4 Gedanken zu: Ein schöner Tag

  1. Ganz genau: heute ist ein schöner Tag! Immerhin einen Teil meines heutigen langen Laufes hab ich barfuss und voller Genuss durchgezogen. Was du da beschreibst kann ich voll und ganz nachvollziehen 🙂
    Liebe Grüße, Oliver

    1. Ja super! Und wie ich gerade feststelle, hast du ja auch was drüber geschrieben. Passt prima!

      Liebe Grüße
      Wolfgang

  2. Lieber Wolfgang,

    das sollte man eigentlich von jedem Tag sagen dürfen, aber leider ist es meist nicht so und v.a. hat man nicht immer dieses Gefühl bei einem Lauf. Barfuß habe ich auch immer das Gefühl schneller zu laufen und meist mit weniger Mühe, häufig sind es dann aber nur wenige Sekunden, aber immerhin 😉
    So langsam ist der Split weg von den asphaltierten Wegen, dann sind auch die fiesen nicht sichtbaren Fakirsteinchen nicht mehr so von Belang und das barfüßige Laufen macht mir auf jeden Fall wieder mehr Spass.
    Weiterhin viel Freude

    Salut

    1. Lieber Christian,

      „Fakirsteinchen“ gefällt mir! Die Dinger sind aber tatsächlich auch nur auf hartem Untergrund so nervig; auf einem weicheren Boden wie z.B. im Wald finde ich sie (oder vergleichbar große lästige Objekte) nur halb so schlimm, weil sie sich immer auch in den Boden eindrücken und nicht ausschließlich in die Fußsohle.

      Ich wünsch‘ dir auch viel Freude, egal ob mit Schuhen oder ohne!

      Liebe Grüße
      Wolfgang

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