Karfreitag – Schuhfreitag

Schon wieder lang her, mein letzter Beitrag. Man könnte denken, dass das Laufen aktuell einen geringeren Stellenwert für mich hat, wenn ich schon so wenig davon berichte.

Das Gegenteil ist der Fall. In diesem Quartal habe ich fast regelmäßig um die 100 Wochen-km zurückgelegt, allerdings das meiste davon nicht auf blanken Sohlen, sondern überwiegend auf Leguanos, einige KM auch mit einem Paar Trailschuhe der Firma innov-8 (eine Notmaßnahme für die nur allzu oft steinig und schneematschig verhunzten Strecken im Taunus, auf denen ich regelmäßig am Wochenende mit einer kleinen Gruppe unterwegs war). Warum nicht barfuß? Zu oft haben die Übervorsichtigen bei Minusgraden und Niederschlägen kiloweise Salz gestreut, und das meide ich wie der Teufel das Weihwasser.

Nun haben sich die Bedingungen leicht verbessert und das Salz ist von einigen stärkeren Regengüssen weggespült worden.

Auch wenn es heute früh nur knapp über null Grad am Boden hatte, es hat wieder richtig Spaß gemacht ohne Schuhe zu laufen, und so habe ich den Karfreitag umgewidmet zum Schuh-frei-Tag. Es ist aber nicht alleine der Spaß am barfüßigen Laufen, sondern auch und insbesondere der angestrebte Trainingszweck, der mich dazu bringt, wieder vermehrt ohne Schuhe unterwegs zu sein. Warum?

Ich habe mich für den Marathon in Düsseldorf angemeldet und werde – wenn nichts dazwischen kommt – am 29.04.2018 wieder mal auf die lange Strecke gehen. Bis dahin müssen die Sohlen robust genug sein, mich bei einer Geschwindigkeit von 13-14 km / Std. durchs Rennen zu tragen.

Ich habe jetzt noch 4 Wochen Zeit, um die nötige Fitness und Robustheit zu bekommen. Das wird spannend und ich werde sicher bis zum Wettkampf mal berichten, wie es aktuell um meine Form steht. Versprochen!

3 Gedanken zu: Karfreitag – Schuhfreitag

  1. Lieber Wolfgang, einmal in „Salzlake“ barfuß laufen und nie wieder, das ist einfach ungesund und schmerzhaft. Für Tage. Schuhe sind im Salz-Winter ein guter und notwendiger Schutz, aber ich kann mir lebhaft vorstellen wie befreiend es für Dich ist, ab jetzt wieder Barfuß laufen zu können.
    Wir sehen uns in Düsseldorf! Yes! Finde ich superklasse und freue mich drauf, auch wenn die 13-14km/h für mich illusorisch sind, werden wir bestimmt ein paar Meter zusammen laufen können. Viel Spaß bei der Vorbereitung, nur vier Wochen sind ja mal ne Ansage, aber Du bist ja grundfit, das klappt.
    Liebe Grüße, Oliver

    1. Lieber Oliver,

      die 4 Wochen, von denen ich sprach, sind natürlich nicht das ganze Marathon-Training. Die Grundlage sollten die letzten Wochen mit jeweils ca. 100 km sein (und das leichtere Gewicht wegen der vielen Rennerei). Jetzt – in den kommenden 4 Wochen (eigentlich 3, denn in der letzten Woche wird nur gebummelt und Kraft gesammelt) – will ich vermehrt den schnellen Schritt üben und auch bei den letzten langen Läufen sogannte Crescendos machen (1/3 langsam, 1/3 mittlere Geschwindigkeit, 1/3 Wettkampftempo), das hat mir bislang immer am meisten gebracht.

      Da ich nicht erst am Wettkampftag anreise, könnten wir uns – aber nur wenn du willst und auch Zeit hättest – einfach mal am Vortag treffen. Muss nicht lang sein und ich will deine mentale Vorbereitung nicht stören, aber ich fände es klasse und eine gute Gelegenheit, mal den Menschen hinter dem Blog zu sehen 🙂

      Liebe Grüße
      Wolfgang

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