Kontrastprogramm

Heute ist alles anders:

  • Wir haben 17 statt 27 Grad.
  • Es regnet. Nieselregen bei bedecktem Himmel statt Sonne.
  • Wir laufen zu zweit. Die letzten Läufe war ich allein unterwegs.
  • Wir laufen im Wald.

Im Wald? Den Wald hatte ich in der letzten Zeit gemieden, weil die Waldwege nach wochenlanger Trockenheit so hart geworden sind, dass sich die vielen Steinchen ausschließlich in die Fußsohle eindrücken und nicht mehr in den Weg. Ein flüssiger Lauf stellt sich gar nicht erst ein, wenn man seine Sohle nicht auf dem Altar der Geschwindigkeit opfern mag. Warum also wieder Wald?

Mein Laufpartner hatte sich vor zwei Wochen bei einem Wettkampf die Achillessehne verletzt und wollte heute das erste Mal wieder laufen. Ein Rekonvaleszenzlauf also. Was lag da näher als eine sehr moderate Geschwindigkeit, geschätzt ca. 6:30 Min/km. Der Wald hat den Vorteil, dass er einen 5km Rundkurs hat, bei dem man an mehreren Stellen direkt wieder zum Ausgangspunkt zurückkehren kann. Außerdem regnete es ja, was die Waldwege normalerweise weicher macht. Ideale Bedingungen für einen, der erst noch fühlen muss, ob es schon wieder mit dem Laufen geht.

Und es ging. Seine Achillessehne war zwar nicht symptom-, aber schmerzfrei. Leider hatte der leichte Landregen den Boden noch nicht weicher gemacht, auch wenn die Oberfläche schon feucht war. Das war dann eher mein Problem. Richtig schlimm wurde es aber trotzdem nicht, weil meine Sohlen inzwischen doch schon ziemlich viel vertragen. So beschlossen wir, eine zweite Runde dranzuhängen. Und auch die ging gut.

Für die nächsten Tage ist im Rhein-Main-Gebiet Regen angesagt. Wenn der Waldboden dann tatsächlich weicher wird, kann ich mir gut vorstellen, wieder öfter auf den Waldwegen unterwegs zu sein. Vielleicht sogar mal 15 oder 20 km. Passend zur Marathon-Vorbereitung. Wir werden sehen.