More with less – run happy!

Ist es nicht lustig, dass mich ausgerechnet ein Paar Laufschuhe mit einem netten kleinen Sprüchlein davon überzeugen will, glücklicher zu laufen, indem ich das Prinzip „weniger ist mehr“ anwende?

Tatsächlich – und mein Foto beweist es – zeigen die Innensohlen meiner Brooks PureDrift den netten Spruch aus der Überschrift – nachdem man die überflüssigen blauen Dämpfungsverstärkungseinlegesohlen entfernt hat.

Und tatsächlich befolge ich den Spruch und laufe mit weniger Schuh. Heute früh zum Beispiel ganz ohne. Und wende damit den Spruch am konsequentesten an. Mein geliebter Eichwald – 800m von zu Hause entfernt – mit Runden a 5km hat gerade halbwegs weiche Bedingungen: kaum größere Pfützen, Steine und Steinchen wie immer, aber auch Zonen und Bereiche weicher Erde, auf denen das barfüßige Laufen einfach wahnsinnig viel Spaß macht. Nach dem gestrigen langen Lauf wollte ich heute nichts Anstrengendes machen und doch irgendwie trainieren, und da blieb eigentlich nur die Sohlenabhärtung. Zwar war der Boden mit ca. 4 Grad alles andere als mollig warm, aber wenn man nicht gerade schleicht, werden die Füße schon von selbst warm. Und so habe ich mir mit meinen heutigen 2 Runden im Eichwald ein würdiges Ostermontagsgeschenk gemacht.

Die PureDrift habe ich schon lange nicht mehr getragen, aber wegen dieses Spruchs liebe ich sie doch 🙂

8 Gedanken zu: More with less – run happy!

  1. Lieber Wolfgang,
    ich darf ja gerade noch nicht richtig laufen, aber heute war optimales Barfuß-Wetter, so durfte ich einen 10 Kilometer Spaziergang unten ohne bestreiten…und ich kann das nur bestätigen: weniger ist mehr
    Ich freu mich für Dich, dass es so gut läuft und drücke Dir die Daumen für Düsseldorf

    Salut

    1. Lieber Christian,
      10 km barfuß spazieren ist auch ne Nummer: bei einem halbwegs gemütlichen Spaziertempo von 5 km / Std. sind das immerhin 2 Stunden. Klasse, dass dir das auch so gefällt 🙂
      Vielen Dank für die Daumen und dir alles Gute für deinen Leistungstest in 4 Tagen!

      Liebe Grüße
      Wolfgang

  2. Lieber Wolfgang, so kann man den „Rat“ einer Schuhfirma auch befolgen 🙂 Einen entspannenden Barfußlauf durch den Wald, als Ausgleich zum langen Lauf des Vortags. Ich dagegen hab mir heute einen Ruhetag gegönnt und bemerke durch Deine Zeilen dass meine Barfußeinheiten grade ziemlich leiden. Das muss besser werden, klingt gut wie Du Deine Runden beschreibst.
    Liebe Grüße, Oliver

    1. Lieber Oliver,

      mir gehts schon ein wenig ähnlich wie dir: das Marathontraining erlaubt nicht allzu viele Barfuß-Einheiten, weil die Sohle sich doch immer wieder erholen muss, vor allem auf den bei uns üblichen Untergründen. Könnten wir in den klassischen Barfußläufer-Gegenden mit viel natürlichem Untergrund und wenig Steinen laufen, dann könnte ich mir auch 100% Marathonvorbereitung ohne Schuhe vorstellen. So aber…

      Wie auch immer, das Laufen ohne Schuhe macht mir mit Abstand am meisten Spaß und alles andere ist lediglich Mittel zum Zweck, und der ist ja in knapp 4 Wochen schon Geschichte. Danach steigt der Barfuß-Anteil bei mir auch wieder rapide an 🙂

      Liebe Grüße
      Wolfgang

  3. Lieber Wolfgang, es ist sooooooooo einfach, das ♥ eines passionierten Läufers höher schlagen zu lassen, schon schlichte Worte in einem Schuh, die normalerweise wohl keiner bemerken würde, bringen Freude und Ansporn.

    Sehr ansteckend – die Freude am Barfußlaufen……………und Marathon ist auch angesagt, bin sehr gespannt – wann ? Viel Glück dafür !

    1. Liebe Margitta,

      du triffst den Nagel auf den Kopf: Läuferglück ist günstig und schnell zu haben, das macht das Laufen ja so begeisternd. Man braucht nicht viel, um Spaß und Freude zu haben. Jeder kann es sich leisten (anders als Dressurreiten oder Speedboot fahren).

      Ach ja, der Marathon… Ist nicht mehr so lang bis dahin: ich werde in Düsseldorf am 29.04. an den Start gehen.

      Liebe Grüße
      Wolfgang

  4. Hallo, lieber Wolfgang.
    Ich verfolge deinen Blog nun schon seit ein paar Jahren, auch, als du noch auf deinem alten Blog geschrieben hast. Mich würde persönlich interessieren, ob du deine Sole Runner noch besitzt und ob sich deine Meinung zu ihnen im Laufe der Zeit verändert hat. Meines Erachtens sind es, was die Sohlenstärke anbelangt, immer noch die besten Minimalschuhe.
    Mfg
    Kai Vogt

    1. Lieber Kai,

      tatsächlich hat sich meine Einstellung zu den Sole Runners verändert. Nicht nur weil ich sie – da die Sohle dünner und schließlich löchrig wurde – inzwischen verschlissen sind, sondern weil ich – wenn ich mal was an die Füße brauche (Taunussteine und Tempo vertragen sich nicht so gut mit barfuß) – die Leguanos inzwischen deutlich lieber trage.
      Grund ist, dass sie nach oben flexibler sind. Ich kann meine Zehen sehr frei in diesem weichen, Socken-artigen Dingern bewegen. Mit der Sohlendicke hast du recht: die Sole Runner sind nochmal dünner als die Leguanos und die Sole Runner schützen auch besser gegen nasse Wege, aber die Weichheit der Leguanos haben sie zu meiner Nr. 1 werden lassen, wenn es mal nicht barfuß geht. Ich weiß nicht, ob du schon mal in Leguanos gelaufen bist, und ich will dich auch nicht zu einem Wechsel überreden, bitte nicht falsch verstehen! Aber mal testen und ein Urteil bilden kann nicht schaden 🙂

      Liebe Grüße
      Wolfgang

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