Schlagwort-Archive: barfuß

Innere Wärme

Seit ich barfuß unterwegs bin, schaue ich immer etwas neidisch auf die Tiere, die das ganze Jahr ohne Schuhe unterwegs sind. Mir ist das in der kalten Jahreszeit noch nicht gelungen, ohne dass ich Angst um meine Füße hatte.

Wie ich in diesem Blog schon in mehreren Beiträgen geschrieben habe, finde ich das bei Kälte immer mehr schwindende Gefühl beängstigend, denn ich hatte immer den Eindruck, dass die äußeren Strukturen durch die Kälte zerstört werden könnten, wenn erst der Fuß komplett taub geworden ist.

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Frankfurt 195

Gestern war Marathon-Tag in Frankfurt.

Im Frühjahr hatte ich hier schon mal beschrieben, welche drei Laufprojekte für 2016 ich mir vorgenommen hatte, und der Marathon war eines von ihnen.

Nicht einfach nur die 42,195 km abspulen, sondern barfuß laufen. Nicht so wie vor zwei Jahren in knapp 4 Stunden, sondern flott in 3:15 Std, daher der Projektname Frankfurt 195 (Minuten).

Die Vorbereitung war von allem möglichen geprägt, nur nicht von einem systematischen Marathon-Training. Ein paar lange Läufe waren dabei, auch einige Unterbrechungen, aber vor allem die letzten Wochen mit Hund haben meine Lauferei doch stark verändert: noch mehr Spaß und Spiel, aber wenig System. Von Trainingsplan keine Rede! Klappt so was trotzdem?

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LSD = Langsam Schlamm Dunkelheit

Wer am Ende des Monats beim Marathon in Frankfurt startet, ist gut beraten, ein paar lange Strecken in sein Vorbereitungstraining einzubauen.

Abweichend vom Sprachgebrauch in der Drogenszene bezeichnen wir Läufer lange, langsam gelaufene Strecken als LSD (Long Slow Distance). Mein heutiges Erlebnis bringt mich jedoch dazu, unter LSD noch was anderes zu verstehen, nämlich langsam (wegen) Schlamm (in der) Dunkelheit.

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Rissiko

Immer wieder versuche ich in meinen Beiträgen zu zeigen, dass Barfuß-Laufen das gesündeste Laufen ist. Es ist gut für die Gelenke, die Lauftechnik, es härtet ab – ja, auch gegen Erkältungen.

Ich wäre unehrlich, wenn ich die Schattenseite meiner Lieblingssportart unterschlagen würde. Am letzten Sonntag habe ich mir einen Riss in der Fußsohle zugezogen.

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Fröhlich

Aus Vinyl waren sie, die Schallplatten meiner Kinderzeit. Neben den Karl May Geschichten und vielen Märchen gab es auch eine Till Eulenspiegel-Platte. Die liebte ich am meisten, weil der witzige und freche Till immer so gute Ideen hatte. Gleich zu Beginn der ersten Geschichte fragt ihn sein Onkel, warum er so fröhlich pfeifend den Berg hinauf geht, wo dies doch offensichtlich so anstrengend sei. Till antwortet mit entwaffnender Logik: „Ich freue mich, weil es nach dem Anstieg doch wieder bergab geht!“.

Sind Miesepeter unter uns? Dann höre ich sie schon argumentieren „Bei dieser Logik müsste Till doch traurig sein, wenn es bergab geht, weil es schon bald wieder anstrengend bergauf geht.“ Schlüssig. Aber was nutzt das, wenn man ein schlüssiger Miesepeter ist? Dann schon lieber ein fröhlicher Ab-und-Zu-Unlogiker a la Till. Er hat die besseren Argumente auf seiner Seite, und die heißen Lebensfreude, Lebensfreude und Lebensfreude. Oder hat jemand befohlen, dass etwas Anstrengendes nicht auch Spaß machen kann?

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Jubiläum: die ersten fünf Jahre!

Gestern vor 5 Jahren habe ich meinen ersten Lauf ohne Schuhe gemacht.

Auch damals schrieb ich schon übers Laufen, hatte auch schon einige Experimente mit immer weniger Schuh am Fuß hinter mir und landete dann – am 28.07.2011 – am definitiven Endpunkt der Schuh-Reduktion.

Heute habe ich mich an diesen denkwürdigen Lauf erinnert. Beim Lesen meines damaligen Beitrags fiel mir nicht nur mein Lauf wieder ein, sondern auch meine damalige Erinnerung an ein Erlebnis, das noch 30 Jahre länger zurückliegt…

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12,23 € gespart

„Mama, hat der kein Geld für Schuhe?“

Eine Kinder-Frage. Sicher hatte das Kind schon mal einen Fernsehbericht über arme Menschen gesehen, die barfuß und in zerlumpten Klamotten umherliefen. Jetzt sah es mich barfuß an sich vorbeilaufen und übertrug seine TV-Erkenntnisse auf mich.

Gar nicht so dumm, dachte ich.  Vielleicht will ich ja gar kein Geld für Schuhe haben…
Mal ausrechnen, was ich so spare beim Ohne-Schuhe-Laufen!

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Mal was langes?

Gestern hat mich die Lust auf einen langen Lauf gepackt. Warm sollte es werden, also bin ich schon früh aufgestanden, so um 05:30 Uhr.

Die fetten Nummern in Klammern beziehen sich auf die Bilder in der Galerie weiter unten. Die Seite einfach in zwei Tabs laden und dann die Beschreibung im einen Tab lesen, die Galerie im anderen Tab ansehen.

Ca. 1 Stunde später bin ich dann gestartet, nach einem minimalen Frühstück, bestehend aus einem bisschen Wasser, so etwa 1 Glas, und einer Tasse Getreidekaffe mit Milch (1), lecker! Ach ja, die Strecke: ca 33 km, natürlich (= ohne Schuhe, ohne Uhr), aber mit meiner kleinen GoPro Kamera. Eilig hatte ich es nicht, also trabte ich gaaaaanz gemütlich los…

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Die letzte Grenze

Kennt ihr das? Es gibt Grenzen, die fühlt man immer deutlicher, je näher man ihnen kommt. Man kann sie auch verschieben, wenn man sich sehr anstrengt. In Laufwettkämpfen passiert so etwas so oft, dass man eine eigene Abkürzung dafür parat hat: PB – persönliche Bestzeit.

Und dann gibt es jene anderen Grenzen, die so fern sind, dass man sie nicht erreichen und schon gar nicht überschreiten wird. Diese nenne ich dann immer „Die letzte Grenze“.

Heute habe ich – mehr aus Versehen – eine solche überschritten.

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Dreckig

Als ich auf meiner heutigen 18 km Runde an einem Haus vorbeikam, vor dem sich gerade die Schulkinder von der Mutter verabschiedeten, rief eines der Kinder: „Igitt, guck ma, wie dreckig, der läuft barfuß!„.

Das ist einer der Trigger, mit dem man mein Kopf-Kino einschalten kann. Ich erzähl euch deshalb auch schnell mal den Film, der dann ablief…

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