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Fröhlich

Aus Vinyl waren sie, die Schallplatten meiner Kinderzeit. Neben den Karl May Geschichten und vielen Märchen gab es auch eine Till Eulenspiegel-Platte. Die liebte ich am meisten, weil der witzige und freche Till immer so gute Ideen hatte. Gleich zu Beginn der ersten Geschichte fragt ihn sein Onkel, warum er so fröhlich pfeifend den Berg hinauf geht, wo dies doch offensichtlich so anstrengend sei. Till antwortet mit entwaffnender Logik: „Ich freue mich, weil es nach dem Anstieg doch wieder bergab geht!“.

Sind Miesepeter unter uns? Dann höre ich sie schon argumentieren „Bei dieser Logik müsste Till doch traurig sein, wenn es bergab geht, weil es schon bald wieder anstrengend bergauf geht.“ Schlüssig. Aber was nutzt das, wenn man ein schlüssiger Miesepeter ist? Dann schon lieber ein fröhlicher Ab-und-Zu-Unlogiker a la Till. Er hat die besseren Argumente auf seiner Seite, und die heißen Lebensfreude, Lebensfreude und Lebensfreude. Oder hat jemand befohlen, dass etwas Anstrengendes nicht auch Spaß machen kann?

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Eins mit der Welt

Heerscharen von Meditierenden streben diesen seligen Zustand an: die Einheit mit der Welt, besser mit dem ganzen Universum, oder gleich mit dem höchsten Wesen. Heute weiß man – der Hirnforschung sei dank – dass diese Wahrnehmung keine Einbildung ist (das war den Meditierenden aber schon immer egal) und was das Besondere an diesem Zustand ist. Das macht ihn nicht schlechter, schon gar nicht wird er dadurch entzaubert. Vielleicht aber steht schon die Pharma-Industrie in den Startlöchern, um den Willigen die Erleuchtung per Pille ins Hirn zu drücken, wer weiß?

Wir Läufer erleben auch ohne pharmakologische Unterstützung manchmal so was wie „Erleuchtung light“ (klingt fast wie „Weißer Schimmel“, nicht wahr?), wenn wir uns mühelos bewegen. Und wir Barfuß-Läufer setzen noch eins drauf…

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