Schlagwort-Archive: Gelassenheit

Locker lesen – locker laufen!

Eine Buchempfehlung für alle, die sich nicht gern selbst im Weg stehen

Ein wichtiger Grundsatz beim Laufen lautet: setze nur so viel Kraft ein, wie du wirklich brauchst. Gelingt es uns, diesem Grundsatz so weit wie möglich zu folgen, entsteht ein müheloses, leichtes, freudvolles und vergnügliches Laufen.

Ich vergleiche immer wieder gerne das Laufen mit dem Leben; mir fällt auf, dass die meisten Läufer so laufen, wie sie leben. Manche versuchen, mit hohem Einsatz bestimmte Ziele zu erreichen („train hard, win easy“). Nicht wenige verlieren dabei ihre Lockerheit und werden zu verbissenen Athleten, die sich von mächtigen Gegnern umstellt sehen („Der Job hindert mich daran, richtig zu trainieren“, „Die Scheiß Erkältung, genau jetzt…“, „Das Wetter hat einfach nicht gepasst“ etc.). Nur allzu gerne übersehen sie, dass sie selbst es sind, die es sich so schwer machen.

Patrick Lynen hat ein kleines Büchlein verfasst, welches uns in 33 täglichen Mini-Lektionen die ehrgeizig zusammengekniffenen Augen öffnet für eine Welt voller Wunder, wie wir sie mit kindlich-unvoreingenommenem Gemüt noch erleben durften…

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Maya – der (un)sichtbare Schleier

Im Hinduismus steht Maya für Wahrnehmungen, die uns hindern, die Welt (oder ihr wirkliches Wesen oder das Göttliche etc.) zu erkennen. Maya umschreibt damit mentale  – nicht leicht erkennbare – Aktivitäten, die uns vom Erleben der Einheit mit Welt/Kosmos/Gott (woran man auch immer als übergeordnete Existenz glaubt) trennen.

Meine Güte, was hat denn das jetzt bloß wieder rmit der Lauferei zu tun?

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Der Atem des Lebens

Von allen lebenslangen Begleitern ist der Atem der seltsamste. Wenn wir ihn nicht beachten, findet er einfach so statt. Auch nachts, wenn wir bewusstlos sind, funktioniert er ganz von alleine. Wir können ihn aber auch steuern. Wenn wir laufen, atmen wir bewusst. Wir spüren, wenn es an der Zeit ist, schneller und tiefer zu atmen. Und wir merken mehr als deutlich, wenn wir uns so anstrengen, dass wir nicht genug Luft bekommen. Dann heißt es Tempo rausnehmen oder – kurz vor dem Ziel – durchhalten und kotzen. Das alles ist gut so, denn hier wird ein Schlüssel zum Läuferglück greifbar.

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