Schlagwort-Archive: Nässe

Rauhes Pflaster Düsseldorf

Viel bin ich gelaufen in den letzten Monaten. Oft über 100 km die Woche. Weil es so viel Spaß gemacht hat und – wie ich dachte – eine prima Vorbereitung ist für einen Marathon.

Gestern war es dann so weit: die 42,195 km wollten schnellst möglich (!) gelaufen werden, also kein Genussmarathon wie mein erster ohne Schuhe und auch schneller als mein zweiter. Terminlich war der Marathon in Düsseldorf auch gut gelegen, und die Anreise mit dem Zug ging entsprechend flott.
Mein Lebenstraum – einmal barfuß unter 3 Stunden – schien zum Greifen nah. Das Training, meine Kondition, die Verfassung: alles war darauf vorbereitet, mich den 3 Stunden zu nähern. Sogar die Festigkeit meiner Sohlen hatte ich in den letzten Wochen bewusst in das Training mit einbezogen und gehofft, dass ich mir die Blasen im Training zuziehe, um beim Wettkampf davon verschont zu bleiben.

Wenn ich nun gleich verrate, dass ich mit 3:11:24 doch eher weit von meinem Traumziel gelandet bin, dann verrät das schon, dass irgendwas schief gegangen sein muss.

Aber alles der Reihe nach…

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Salzstreuer im Einsatz

Autsch!

Wer ein Labor betreibt und darin gewisse Experimente vornimmt, ist gut beraten, deren Risiko sorgfältig zu kalkulieren, damit im Problemfall kein größerer Schaden eintritt.

In meinen letzten Beiträgen zum Thema „Laufen bei Kälte“ habe ich gute Erfahrungen damit gemacht, mich immer weiter in die tiefen Temperaturen vorzuwagen. Bei meinem ca. einstündigen Lauf am Neujahrstag bei -5 Grad sah es so aus, als würde ich die Grenze ein weiteres Mal verschieben können, bis…

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Regenwald

Michael Sandler, der US-amerikanische Barfuß-Läufer, bekennt in seinem Buch „Barefoot Running“, dass er es liebt, wenn ihm der Matsch durch die Zehen quilt.

Ich hatte damit immer meine Schwierigkeiten, denn in meinem Laufrevier gibt es keinen Matsch, der nicht kleinere oder größere Steine verbirgt. Einfach so in ein Schlammloch treten verbiete ich mir daher genauso wie das eigentlich lustvolle „in die Pfütze tappen“, denn auch am Grund von Pfützen liegt manchmal scharfkantiges Zeug, auf das man niemals barfuß treten möchte.

Heute war es unmöglich, Matsch und Pfützen zu vermeiden. Wir wurden zwar von den schlimmsten Auswüchsen der heftigen Regenfälle verschont, die zur Zeit unser Land überziehen, aber für eine komplette Durchwässerung meines Waldes hat es gereicht.

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Die Ego-Pumpe

Laufen ist gut. Für fast alles. Für die Gesundheit. Fürs Durchhaltevermögen. Für die Konzentration. Und nicht zuletzt auch fürs Selbstbewusstsein.

Läufer wissen, was sie können. Sie kontrollieren ihre Leistung, messen den Puls und ihre Fitness. Sie messen den Speed, die Strecken, die Höhenmeter und irgendwann sich selbst mit anderen Menschen und sogar mit virtuellen Trainingspartnern.

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Eins mit der Welt

Heerscharen von Meditierenden streben diesen seligen Zustand an: die Einheit mit der Welt, besser mit dem ganzen Universum, oder gleich mit dem höchsten Wesen. Heute weiß man – der Hirnforschung sei dank – dass diese Wahrnehmung keine Einbildung ist (das war den Meditierenden aber schon immer egal) und was das Besondere an diesem Zustand ist. Das macht ihn nicht schlechter, schon gar nicht wird er dadurch entzaubert. Vielleicht aber steht schon die Pharma-Industrie in den Startlöchern, um den Willigen die Erleuchtung per Pille ins Hirn zu drücken, wer weiß?

Wir Läufer erleben auch ohne pharmakologische Unterstützung manchmal so was wie „Erleuchtung light“ (klingt fast wie „Weißer Schimmel“, nicht wahr?), wenn wir uns mühelos bewegen. Und wir Barfuß-Läufer setzen noch eins drauf…

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Wieder barfuß – jippiiieh!

Ein Winter mit 15 Grad (plus!) im Januar. In Deutschland – Hessen – Vordertaunus. Ich treibe zwar schon seit über einem halben Jahrhundert mein Unwesen auf dem Planeten, aber an sowas kann und will ich mich nicht erinnern.

Ein Januar mit trockener Kälte und alles unter einer friedlichen, weißen, schützenden Schneedecke wäre mir am liebsten. Aber was bleibt mir übrig? Ich nehme es wie es kommt und freue mich über einen geschenkten Barfuß-Lauftag.

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Ich, der Leguan

Heiligabend ist neben dem eigenen Geburtstag der zweite Tag der Wahrheit im Jahresverlauf: man erkennt an der Wahl der Geschenke, wie gut einen andere kennen. Da ich sicher niemals auf die Idee gekommen wäre, mir so etwas perverses wie Laufsocken (nicht Strümpfe, sondern Socken, auf denen man – ohne Schuhe drüberzuziehen – läuft) zu kaufen, konnte ich auch niemandem einen solchen Tipp gegeben haben. Trotzdem lagen ein paar Leguanos auf dem Gabentisch. Hm, dachte ich, warum nicht? Ich bin ja doch immer auf der Suche nach „so viel barfuß wie möglich, auch wenns wegen der Witterung nicht ganz ohne irgendwas am Fuß klappt“.

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