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Locker lesen – locker laufen!

Eine Buchempfehlung für alle, die sich nicht gern selbst im Weg stehen

Ein wichtiger Grundsatz beim Laufen lautet: setze nur so viel Kraft ein, wie du wirklich brauchst. Gelingt es uns, diesem Grundsatz so weit wie möglich zu folgen, entsteht ein müheloses, leichtes, freudvolles und vergnügliches Laufen.

Ich vergleiche immer wieder gerne das Laufen mit dem Leben; mir fällt auf, dass die meisten Läufer so laufen, wie sie leben. Manche versuchen, mit hohem Einsatz bestimmte Ziele zu erreichen („train hard, win easy“). Nicht wenige verlieren dabei ihre Lockerheit und werden zu verbissenen Athleten, die sich von mächtigen Gegnern umstellt sehen („Der Job hindert mich daran, richtig zu trainieren“, „Die Scheiß Erkältung, genau jetzt…“, „Das Wetter hat einfach nicht gepasst“ etc.). Nur allzu gerne übersehen sie, dass sie selbst es sind, die es sich so schwer machen.

Patrick Lynen hat ein kleines Büchlein verfasst, welches uns in 33 täglichen Mini-Lektionen die ehrgeizig zusammengekniffenen Augen öffnet für eine Welt voller Wunder, wie wir sie mit kindlich-unvoreingenommenem Gemüt noch erleben durften…

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Der leise Motor

Menschen lieben den Schall. Meistens den angenehmen Schall wie Musik oder Naturgeräusche, seltener liebt auch einer mal den üblicherweise als Lärm bezeichneten Schall, den Laubbläser, Kettensägen, Rasenmäher oder kreischende Motorräder erzeugen.

Störender Lärm entsteht entweder in einem Motor (lateinisch: der Beweger), den man für die zu verrichtende Arbeit braucht, oder bei der Arbeit selbst. Im Fall der Kettensäge hat man beides, was besonders nervig ist.

Welchen Lärm macht eigentlich der Motor einer Läuferin (ich habe so oft in der männlichen Form geschrieben; es wird Zeit, auch mal die weibliche zu verwenden)? Hört man ihn oder was würde ein hochsensibles Mikrofon aufzeichnen, wenn es keine Störgeräusche wie Wind und Umgebungstöne gäbe?

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Der Atem des Lebens

Von allen lebenslangen Begleitern ist der Atem der seltsamste. Wenn wir ihn nicht beachten, findet er einfach so statt. Auch nachts, wenn wir bewusstlos sind, funktioniert er ganz von alleine. Wir können ihn aber auch steuern. Wenn wir laufen, atmen wir bewusst. Wir spüren, wenn es an der Zeit ist, schneller und tiefer zu atmen. Und wir merken mehr als deutlich, wenn wir uns so anstrengen, dass wir nicht genug Luft bekommen. Dann heißt es Tempo rausnehmen oder – kurz vor dem Ziel – durchhalten und kotzen. Das alles ist gut so, denn hier wird ein Schlüssel zum Läuferglück greifbar.

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