VerDINGlichte Welt

Wir leben in der Welt der tausend Dinge: Autos, Uhren, Häuser, Bücher, Blumentöpfe, Spülmaschinen, Apps, Bausparverträge, Fertiggerichte und 991 andere. Wir definieren sie, geben ihnen Namen und machen sie zum Objekt unserer Anschauung. Wir sprechen über sie und haben sie im Griff, die Dinge. Und wenn wir morgens rausgehen, ziehen wir die Asics-Dinger und das Garmin-Ding an, strippen die Odlo-Dinger über und machen ein Lauf-Ding. Und dann passierts…

Das Flow-Ding hat als erstes die Nase voll. Wie ein Flutwellen-Ding bricht es über uns herein und überzeugt uns, dass es reine Energie ist. Und dass das Atem-Ding tatsächlich ein rein-und-raus-strömen ist, das sein Namens-Ding schon immer gehasst hat, weil es nicht das Atmen oder der Atem heißen will. Als nächstes erwischt es die Bein-Dinger: sie fließen so elastisch über das Boden-Ding hinweg, dass sie gar kein festes Substanz-Ding mehr zu haben scheinen. Jetzt packt es das ganze Körper-Ding: es löst sich einfach im Welt-Ding auf und fließt durch es hindurch. Jetzt merkt auch das Hirn-Ding, dass das Zeit-Ding gar nicht existiert und dass das berühmte Hier und Jetzt ein reines Illusions-Ding ist, in das sich die Mensch-Dinger immer retten, wenn sich das Kopf-Ding mal wieder zu sehr als Chef-Ding aufspielt.

Sind wir Materie-Dinger oder Energie?

Ich glaube, wir verfangen uns viel zu oft in den Fallstrick-Dingern des täglichen Lebens-Dings, wenn wir das Welt-Ding zu sehr als Materie und zu wenig als fließfähige Energie ansehen. Wie oft reagieren wir eher so wie ein Billard-Kugel-Ding, das angestoßen wird und deshalb wieder andere anstößt statt als wahrnehmendes freies fließendes [?] zu agieren. Man merkt es schon an der Konstruktion des letzten Satzes, dass statt [?] irgendetwas Handfestes erwartet wird, eben ein Ding.

Es ist an der Zeit, uns als Energie wahrzunehmen, deren Kraft alles verändern kann. Damit die Starrheit der Dinge als Täuschungs-Ding erkannt wird 🙂

2 Gedanken zu: VerDINGlichte Welt

  1. Ach Du liebes Ding. Mein Kopf-Ding scheint gerade überfordert, dein Schreib-Ding zu verstehen… halt! Das ist ja gar kein Ding. Sag ja, mein Kopf-Ding kommt nicht mit 😉

    Frohe, möglichst Ding-freie Feiertage!
    Sebastian

    1. Hi Sebastian,

      es ist genau wie du sagst: kein Ding!

      Liebe Grüße und ein lockeres Hinübergleiten nach Zwanzigsechzehn!
      Wolfgang

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